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10.07.2018

Senioren-Union Teck diskutiert mit Finanzbürgermeister Stefan Wörner

Lob, aber auch Anregungen fürs Rathaus mitgegeben

Vor einem Jahr ist Stefan Wörner als Beigeordneter zum Finanzbürgermeister der Stadt Kirchheim gewählt worden. Zweifellos kennt er die Erwartungen, die damit in ihn seit seiner einstimmigen Wahl durch die Ratsmitglieder gesetzt werden. Aber zu belasten scheint ihn das nicht. Denn ausgesprochen munter und mit urbaner Sachkenntnis im Finanz- und Verwaltungswesen ausgestattet, gelang es ihm die Teilnehmer im Junitreffen der CDU-Senioren-Union in die gemeinsame Zukunft der Stadt mit einzubinden.

Seinen Ausführungen zufolge sind zwar die Bevölkerungsprognosen bei zunehmendem Durchschnittsalter bundesweit schrumpfend, Kirchheim erwarte jedoch einen jährlichen Einwohnerzuwachs von mehreren Hundert Personen. Die Menschen folgen den Arbeitsplätzen, sowie dem Bildungsangebot und den Freizeitmöglichkeiten. Und hier habe die Stadt nicht nur aktuell, sondern auch perspektivisch ihre Stärken.

Anhand einer elf Punkte umfassenden strategischen Entwicklungsvorgabe erläuterte er anstehende Handlungsfelder, die vom Wohnen über Bildung, Gesundheit, Mobilität bis hin zu kulturellem Angebot reichen. Dabei nannte er für alle Punkte eine frühzeitige Einwohnerbeteiligung als bindende Vorgabe. Im übrigen konnte er darauf verweisen, dass die Gefahr der Großzügigkeit bei zu vielen Ausgabenwünschen nicht möglich sei. Es sei ihm wichtig, dass die Strukturen in seiner Zuständigkeit effektiv gestrafft seien und ihm darüber hinaus ein kontinuierliches Controlling zur Verfügung stehe. Die Zuhörer bestätigten ihm nach seinen Ausführungen, dass sich vieles mit dem deckt was man für die Zukunft der Stadt erwarte.

Unter den angesprochenen Kritikpunkten gab es zwei ausführlich diskutierte Themen. In der Stadt gibt es eine Vielzahl von Graffiti-Schmierereien, die das Gesamtbild der Fachwerkstadt negativ beeinflussen und vor allem für ältere Menschen und sicherlich auch für auswärtige Besucher ein Unwohlsein erzeugen.

Reinhold Richter, der seit etlichen Jahren die Hinterlassenschaften der Sprayer dokumentiert, hat dem Bürgermeister eine umfangreiche Fotoausbeute überreicht, mit dem Wunsch, dass die Verwaltung derlei Sachbeschädigungen verfolgt und beseitigt. Dabei seien auch die Kirchen gefordert, ärgert sich Richter. Wenn an den Ortseingängen seit Jahren unverändert Tafeln die zum Gottesdienst einladen, wegen Graffities kaum noch lesbar seien, dürfe das den Pfarrern doch nicht gleichgültig sein.

Im zweiten Thema war die obere Dettinger Strasse als nicht weiter hinnehmbares Ärgernis für Fußgänger genannt. Inzwischen gibt es von der Alleenstrasse bis zur Ziegelstrasse an Samstagen acht Lokalitäten mit Strassenbewirtung. Eine für die Lebendigkeit der Stadt erfreuliche Entwicklung. Aber inzwischen kann man Szenen beobachten, wie durch Autoverkehr und Fahrradfahrer einzelne Fußgänger und Rollatornutzer denen nur die Mitte der Strasse geblieben ist, bis auf Handbreite rücksichtslos von hinten bedrängt werden, wenn sie sich nicht schnell genug an die Hauswände drücken. Ganz abgesehen davon, dass den Wirtshausgästen auf den Bierbänken doch eigentlich die Feinstaubbelästigung nicht gleichgültig sein sollte? Was sagt eigentlich das Gesundheitsamt zu dieser unappetittlichen Situation?

Die CDU-Senioren-Union fordert Stadtverwaltung und Gemeinderat auf, zur Beobachtung für einige Samstage den Versuch einer verkehrsfreien oberen Dettinger Strasse anzuordnen. Geschäfte und Umgebung könnten nur gewinnen.

 
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