Seit 1952 gedenken wir am Volkstrauertag der Toten und Vertriebenen der beiden Weltkriege, sowie der Opfer von Gewaltherrschaft aller Nationen.

Seit 1952 gedenken wir am Volkstrauertag der Toten und Vertriebenen der beiden Weltkriege, sowie der Opfer von Gewaltherrschaft aller Nationen.

Der Volkstrauertag ist auch der richtige Anlass sich wieder einmal zu vergegenwärtigen wie es zu den beiden Weltkriegen mit 10 bzw. 40 Millionen Toten, mindestens viermal so viele körperlich Verwundeten und Millionen an traumatisierten Menschen kommen konnte.

Der 1. Weltkrieg

Der deutsche Kaiser Wilhelm II hatte auf Grund einer Zangengeburt eine verkrüppelte rechte Hand. Seine Mutter, eine Tochter der britischen Königin Viktoria war der Meinung, dass er deshalb nicht Deutscher Kaiser werde könne. Dies ist eine Erklärung, warum Wilhelm II unter einem enormen Geltungsdrang litt. Er forcierte den Bau einer deutschen Großflotte. Sein britischer Cousin König Georg V sah dadurch die britische Welt- und Kolonialherrschaft bedroht.

Der Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn war speziell im Balkan an die Grenzen seiner Ausdehnung gestoßen. Unruhen in Bosnien-Herzegowina, welche von Serbien, einem Verbündeten von Russland und Frankreich unterstützt wurden, veranlassten Österreich-Ungarn nach der Ermordung des österreichischen Thronfolgers in Serbien einzumarschieren.

Daraufhin erklärte Russland Österreich-Ungarn den Krieg. Auf Grund einer Treueerklärung des Deutschen Kaisers erklärte infolgedessen Deutschland seinerseits Russland den Krieg. Frankreich, das den Verlust von Elsass-Lothringen 1871 nicht hinnehmen wollte, erklärte Deutschland den Krieg und wurde von Großbritannien militärisch unterstützt.

Animositäten von Monarchen lösten 1914 eine europäische Katastrophe aus.

Der 2. Weltkrieg

Deutschland, welches in Versailles die Alleinschuld zum Ausbruch des 1. Weltkriegs anerkennen und Reparationen bis 1975 sowie den Verlust eines Fünftels seines Gebiets hinnehmen musste, fühlte sich in hohem Maße von den Alleierten ungerecht behandelt und litt in den Nachkriegsjahren unter einer enormen wirtschaftlichen Krise. Zusätzlich hatte Deutschland 1933 einen gnaden- und skrupellosen Mörder und Diktator zum Reichskanzler gewählt, welcher mit dem Überfall auf Polen 1939 den 2. Weltkrieg ausgelöst hat.

Nicht die Völker, sondern Despoten haben zwei fürchterliche Kriege im 20. Jahrhundert begonnen.

Unsere Aufgabe ist es hieraus zu lernen, sehr wachsam zu sein und das Geschenk der Demokratie zu pflegen und zu verteidigen. -DR-

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