Wie geht es der Gastronomie während der Corona Pandemie? Darüber hat die CDU-Landtagskandidatin Dr. Natalie Pfau-Weller mit dem Weilheimer Gastronom Jesse Burgmann gesprochen. Die Soforthilfen vom Bund, Abholservice sowie der Wunsch nach Öffnungsperspektive sowie die Impfungen waren Themen des Austausches.


Als Vater von vier Kindern befürchtet der bodenständige Gastronom, dass die Schulschließung aufgrund der Corona Pandemie durch die fehlende Ausstattung des Elternhauses die soziale Ungerechtigkeit fördert. „Die Pandemie bringt nun viele Missstände ans Licht“, meint Burgmann. „Wir merken jetzt deutlich wo wir auch im Bereich Digitalisierung stehen.“ Er wünscht sich Politiker, die das Ohr nahe an den Bürgern haben und nicht abgehoben sind und hört als Gastronom verschiedene Meinungen zur Pandemie in seinem Restaurant.

Der Weilheimer Gastronom schildert Pfau-Weller, dass am Anfang der Pandemie ein 80% Umsatzeinbruch zu verzeichnen war und neben den finanziellen Verlusten auch die Angst wie man die Mitarbeiter halten könne sehr groß war. „75 % des Umsatzes als November- oder Dezemberhilfe klingt erst einmal gut, aber damit sind viele Bedingungen geknüpft. In unserem Fall sind es nur ca. 12 % von den genannten 75%“, erklärt der Betreiber des „Burgmann’s“. Der Gastronom legt neben der Vereinbarkeit von Familie und Beruf (am Wochenende ist das Burgmann’s geschlossen) auch Wert auf Nachhaltigkeit. So war er einer der Vorreiter bei der Einführung von Recircle. Großen Wert legt er auf das Thema Lebensmittelverschwendung.

Natalie Pfau-Weller erkundigt sich wie die Politik der Gastronomie helfen könne neben den finanziellen Hilfen: „Helfen euch die 7% Mehrwertsteuersenkung auf Speisen, die nun durchgesetzt wurden von der Bundesregierung?“ „Bedingt, besser wäre natürlich auch die dauerhafte Senkung der Mehrwertsteuer auf Getränke“, meint Jesse Burgmann. „Wichtiger ist aber, dass wir ein Zeichen bekommen wann wir wieder öffnen können. Ist es nach Ostern? Nach Pfingsten? Ich wünsche mir eine zeitliche Perspektive. Dann kann ich als Selbstständiger planen.“ Gemeinsam überlegen die beiden, dass mit einem guten Hygienekonzept die Speisegastronomie nur in Einzelfällen zum Corona-Hotspot werden kann. „Ich bewundere euch Gastronomen mit welchen kreativen Einfällen ihr durchhaltet. Weiterhin freut es mich auch, dass so viele Kunden solidarisch mit euch sind und ihr Essen abholen. Hoffentlich können wir schon bald wieder direkt in den Restaurants euer Essen genießen,“ schließt die CDU-Landtagskandidatin Pfau-Weller das zweistündige Gespräch ab.

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